Themenwege

Naturlehrpfad Gsindboden

Am Naturnser Nörderberg befindet sich der „Gsindboden“. Dabei handelt es sich um eine ebene Waldlichtung, wo sich einer Sage nach das „Gesinde“ der umliegenden Höfe traf und allerlei Teufeleien trieb. Eine Aussichtsplattform mit Schautafeln informiert Sie über die reiche Kulturgeschichte des vorderen Vinschgaus, den Fund des „Ötzi“ und das Leben zwischen Weinbergen, Apfelgärten und ewigem Eis.

Tschirland (585m)– Waldschenke (620m) – Gsindboden (783m)– Tschirland


Höhepunkte:
Ein idyllischer Rastplatz mit grandiosem Blick auf die landschaftlichen Gegensätze – Von den Obst- und Weinbergen des Tales über die extremen Bergbauernsiedlungen hinauf zu den Schnee – und Gletscherbedeckten Gipfelregionen.

Wegverlauf:
Am Naturnser Nörderberg auf einer Höhe von 675 Metern eröffnet sich der „Gsindboden“ – eine ebene Waldlichtung, wo sich einer Sage nach das „Gesinde“ der umliegenden Höfe traf und allerlei Teufeleien trieb. Lust auf eine Tour mit herrlichen Panoramablick? Beginnen Sie den Rundweg am besten von Tschirland aus. Den Wegweisern (Waldschenke) folgend führt der Weg leicht ansteigend durch duftende Wiesen und herrliche Apfelgärten. Nach rund 30 Minuten erreichen Sie die Waldschenke, die zu einer ersten Einkehr einlädt. Nach weiteren 30 Minuten bergauf durch kühlen Wald gelangen Sie zum Stollen eines alten Quarzsteinbruches. Die Info – Tafel beim Stolleneingang verrät noch mehr über den wichtigen Rohstoff. Und weiter geht’s: Auf halbem Weg zum Gsindboden erreichen Sie einen idyllischen Rastplatz mit Blick auf das Tal. Jetzt ist es nicht mehr weit – nur noch 15 Minuten! Angekommen auf der Aussichtsplattform genießen wir den atemberaubenden Ausblick. Der Rückweg führt durch Mischwald bergab auf die Tschirlander Haide, eine alte bäuerliche Kulturlandschaft mit vielfältiger Flora und Fauna.

Anforderungsprofil:
Wanderung leicht bis mittel, einige Steigungen/Abstiege, oft steinige, unebene Alm- und Waldwege, solide Wanderschuhe erforderlich.

Höhenunterschied: ca. 225 m
Entfernung: ca. 4,5 km
Ausgangspunkt: Tschirland
Reine Gehzeit: ca.1,5- 2 Stunden
Einkehrmöglichkeiten: Waldschenke

Jesus – Besinnungsweg

Der Jesus – Besinnungsweg befindet sich am Fuße des Nörderbergs und umfasst 15 „Stationen“, ähnlich einem Kreuzweg. Von der Verkündigung, der Geburt bis hin zur Auferstehung und Geistsendung. Der Besinnungsweg bezieht dabei Natur, Landschaft, die Beschaffenheit des Geländes und die einzigartige Pflanzenvielfalt in die Botschaft ein. Aus diesem Grund sind die Teilstrecken von einem Besinnungspunkt zum nächsten unterschiedlich lang.

Naturns (554 m) – Sportplatz – Unterschwarzplatz (774 m) – Sportplatz – Naturns

Wir wandern vom Ortszentrum aus die Bahnhofstraße entlang und kommen zum Naturnser Sportplatz. Von dort geht’s weiter bis zum Einstieg in den Jesus Besinnungsweg. Dieser einzigartige Weg lädt zum Besinnen und Verweilen ein und besteht, ähnlich wie ein Kreuzweg, aus 15 Stationen. Dabei werden stets die Natur, die Landschaft und die Beschaffenheit des Geländes in seine Botschaft mit einbezogen. Eine Kurzbeschreibung der einzelnen Stationen erhalten Sie im Tourismusbüro oder am Einstieg in den Jesus-Besinnungsweg.

Variante:
Wer länger laufen möchte, folgt von der Station „die Kreuzigung“ dem Steig zum Unterschwarzplatzhof und weiter dem Weg Nr. 11 zum Gsindboden. Die Aussichtsplattform dort bietet einen herrlichen Rundblick über das ganze Tal und auch hinein ins Schnalstal. Sehen kann man unter anderem die Fundstelle des Ötzi, das Schloss Juval des Extrembergsteigers Reinhold Messner, die St. Prokulus Kirche und vieles mehr. Der Rückweg führt über die Tschirlander Heide und Tschirland nach Naturns oder über den Haslhof bis nach Tabland und über Tschirland nach Naturns.

Gehzeit: 2 Stunden
Variante 1: 3 Stunden (über Tschirland nach Naturns)
Höhenmeter: 214 m
Idealer Zeitpunkt: Ganzjährig
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Einkehrmöglichkeiten: Unterschwarzplatz

Almerlebnisweg im Pfossental

Im Herzen des Naturparks Texelgruppe, im Pfossental befindet sich der Almerlebnisweg. Ein Lehrpfad, der den Wanderern die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Pfossentals näher bringender soll. Über den gesamten Wegverlauf werden anhand von Informationstafeln die vielzähligen Themen rund um die Entstehung der Landschaft durch Naturgewalten aufgegriffen. Neben den Themenschwerpunkten Flora, Fauna und Geologie, wird die Almwirtschaft im Pfossental betrachtet.   

Der Almerlebnisweg ist ein Weg, der das Bewusstsein für naturkundliche und landschaftliche Zusammenhänge stärken und die Tätigkeit des Menschen in den Schutzgebieten fördern soll.

Wegbeschreibung:

Ausgangspunkt des Lehrpfades ist der Parkplatz am Gasthaus Vorderkaser im Pfossental und über die Mitterkaser- und Rableidalm führt der Weg bis hin zum Eishof. In Vorderkaser wird zunächst die Geschichte des Pfossentals erzählt. Passend zur Schautafel über die Käseherstellung kann die Schaukäserei Vorderkaser besichtigt werden. Weiter talaufwärts und vorbei an zahlreichen Informationspunkten erreicht man Mitterkaser, wo nun die traditionelle Herstellung von Butter dargestellt wird. Alte Aufzeichnungen aus dem Almbuch lassen den modernen Wanderer in die Wandereindrücke längst vergangener Jahre eintauchen. An der Rableidalm wird die Wiedereinbürgerung des Steinwildes im Pfossental informativ aufgezeigt. Schließlich ist man am Eishof auf 2.081 m Meereshöhe angekommen. Hier faszinieren vor allem die einzigartigen geologischen Gegebenheiten. Geschichten und Sagen zum Schnals- und Pfossental runden die Erlebniswanderung ab und laden zum Verweilen in der Bergkulisse des Pfossentals ein.

Ausgangspunkt:
Vorderkaser im Pfossental
Entfernung: ca. 12 km
Reine Gehzeit: ca. 2 ¾ Stunden
Höhenmeter: 380 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk

Erdbeerweg im Martelltal

7 Stationen entlang des Rundweges im Talboden des Martelltals geben Einblick in das Wissen rund um die rote Köstlichkeit. Ihr Mythos, ihr Symbol, ihre Verwendung in der Medizin sowie in der Antike, Wissenswertes über die Erdbeerkönigin und noch mehr erfahren die Wanderer an den zahlreichen Informationstafeln entlang des Weges. Zur Stärkung laden Bauernhöfe zuseiten des Weges ein, verschiedene heimische Beeren-, Kräuter- und Milchprodukte zu verkosten.

Wegbeschreibung:
Der Start des Rundweges ist in Ennewasser am Freizeitcenter "Trattla". In nördlicher Richtung weiter entlang der Landstraße, durch das Dorf Salt bis an die Brücke am Saltgraben. Die Brücke passieren und anschließend dem markierten Weg Nr. 22 folgen. Durch Wald und Wiesen und über einen Forstweg immer der Markierung Nr. 22 folgen, bis zum Dorf Gand. Hier die Landstraße überqueren und weiter durch die Ortschaft Gand bis an die Kreuzung zum Weg Nr. 36. Nun diesen Weg mit der Markierung 36 talauswärts folgen. Über die Brücke führt der Weg zurück zum Ausgangspunkt am Freizeitcenter "Trattla".

Ausgangspunkt: Martelltal, Freizeitcenter "Trattla"
Entfernung: ca. 20 km
Reine Gehzeit: ca. 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: geringe Steigung
Ausrüstung: gutes Schuhwerk

Patleideregger Kirchweg

Der Patleideregger Kirchweg war bis zur Fertigstellung der Straße auf den Sonnenberg 1988 und der Untersteller Seilbahn Jahrhunderte lang die einzige Verbindung zwischen dem Dorf Naturns und dem Patleideregg mit seinen Höfen.

Er bot auch eine der wenigen Zugangsmöglichkeiten über den Fuchsberg ins Schnalstal und zu den Übergängen ins Ötztal.